| Veranstaltung: | Landesdelegiertenkonferenz & Landeswahlversammlung LTW21 - 31.10.2020 |
|---|---|
| Antragsteller*in: | Hannes Damm (Sprecher LAG Energie & Klima) |
| Status: | Eingereicht (ungeprüft) |
| Angelegt: | 30.09.2020, 08:49 |
V2: So geht 100% klimaneutral: Verpflichtende CO2-Minderungsziele für Mecklenburg-Vorpommern zur Erreichung des 1,5 Grad-Ziels
Antragstext
Die LDK von B90/Die Grünen MV beschließt, dass wir im Landtag eine gesetzliche
Festsetzung der folgenden CO2-Minderungszielen für Mecklenburg-Vorpommern
einfordern:
Reduktion der netto CO2-Emissionen gegenüber 1990
bis 2025 um 60 %
bis 2030 um 80 %
bis 2035 um 90 %
bis 2040 um 95-100%
Wir bekennen uns dazu, dass Mecklenburg-Vorpommern 6,5% des Primärenergiebedarfs
der Bundesrepublik - entsprechend unseres Flächenanteils – erneuerbar erzeugen
muss, um einen angemessenen Beitrag zur Umsetzung des Übereinkommens von Paris
zu leisten.
Begründung
Im Jahr 2015 hat sich die Weltgemeinschaft in Paris gemeinsam das Ziel gesetzt, die globale Erhitzung auf zwei Grad Celsius und möglichst weniger als 1,5 Grad Celsius zu beschränken.
Die Klimaforschung ist sich einig: Nur wenn der Ausstoß von Treibhausgasen dramatisch reduziert wird, lässt sich der globale Temperaturanstieg begrenzen.
Der Klimawandel ist kein fernes Zukunftsszenario. Die vergangenen sechs Jahre waren die wärmsten seit Beginn der Wetteraufzeichnungen. Dieser Trend macht auch vor uns in Mecklenburg-Vorpommern keinen Halt, die Klimakrise verändert bereits jetzt unser Land: Überflutungen und Stürme nehmen zu, die Zahl der heißen Tage steigt und die Winter werden feuchter. Trockenstress ist zu einer enormen Belastung für unsere Landwirtschaft geworden. Auch die Ostsee bleibt nicht unberührt, die von immenser wirtschaftlicher und touristischer Bedeutung für Mecklenburg-Vorpommern ist. Die Ostsee ist das sich am schnellsten erwärmende Meer weltweit, mit katastrophalen Folgen auch für die Fischpopulationen.
Für uns ist daher ganz klar: Wir als Bündnis 90/ Die Grünen verpflichten uns dem 1,5 Grad Ziel. Mecklenburg-Vorpommern muss seinen Beitrag dazu leisten, dass wir das 1,5-Grad-Ziel erreichen.
Die Maßnahmen der aktuellen Landesregierung reichen nicht ansatzweise aus, um die geforderten CO2-Minderungsziele zu erreichen.
In Mecklenburg-Vorpommern können und müssen wir aktiv dazu beitragen, die Erderhitzung zu begrenzen. Die Ideen, Instrumente und Technologien dafür sind vorhanden. Was wir dafür tun müssen, ist klar: schnellstmöglicher Kohleausstieg, beherzter Ausbau der Erneuerbaren Energien, effizientere Nutzung von Energie und Ressourcen. Mecklenburg-Vorpommern kann und muss als Küsten- und Flächenland eine Vorreiterrolle einnehmen. Und das begreifen wir als Chance: Emissionen werden gesenkt und der regionale Arbeitsmarkt gestärkt.
Die Europawahl 2019 und die Fridays-for-Future-Bewegung zeigen, dass die Bürgerinnen und Bürger unseres Landes konsequenten Klimaschutz wollen. Mecklenburg-Vorpommern kann den Klimawandel nicht alleine stoppen. Aber wir können zeigen, wie erfolgreicher Klimaschutz und die Transformation in eine Erneuerbare Zukunft funktionieren.
Unterstützer*innen
- Marie Heidenreich (Sprecherin LAG Energie & Klima)
- Florian Börgel (Co-Sprecher LAG Energie & Klima)
- Anja Eggert (Co-Sprecherin LAG Energie & Klima)
- Tom Rückborn (Mitglied LAG Energie & Klima)
Kommentare
René Fuhrwerk: